Leony im Interview: “Ab und an brauche ich einen Romantik-Kick”

MC: Was war auf deinem Weg die größte Herausforderung?

Auf der einen Seite natürlich überhaupt erst Leute zu finden, mit denen man über gewisse Dinge reden kann. Also meine Eltern haben mich Gott sei Dank immer unterstützt, aber sie haben natürlich keine Ahnung vom Musikbusiness. Also ja, welche Leute muss man kennenlernen, was muss man tun, damit man aus seinem kleinen Dorf eine Chance hat. Das war so das Wichtigste für mich. Und je länger ich in der Branche war, desto mehr versuchten die Leute, mich zu verändern: ,Du bist nicht gut genug, weil dies… du bist nicht gut genug, weil das… Du wirst es nicht schaffen, weil dies und das.’ Ich glaube, es ist einfach wichtig, sich treu zu bleiben und sich nicht dabei auf dem Weg zu verlieren. Es kommt alles, wie es muss. Die Leute haben mir gesagt: , Deine bayerischen Eigenschaften, du bist zu lieb, zu nett…’ Das ist glaube ich das, was die Leute jetzt an mir schätzen und mögen. Und vor allem meine Fans mögen es. Deshalb bin ich froh, dass ich es nie abgelegt habe.

MC: Wie hast du es geschafft, dass dich diese vermeintlichen Makel nicht belastet haben?

Ich glaube, ein richtig wichtiger Punkt, warum ich mir das nicht so zu Herzen genommen habe, waren meine Eltern, die mich und meine Geschwister mit Liebe überschüttet haben. Sie waren immer an meiner Seite, bei jeder Klavierstunde, bei jeder Aufführung. Auch jetzt waren sie bei ganz vielen Auftritten da und haben mir gezeigt, dass ich richtig bin, wie ich bin. Und dass ich an meinen Träumen festhalten soll. Letzten Endes ist die Meinung von jemand anderem nicht die Wahrheit, sondern deren Blick, auf das, was passiert. Deshalb ist es wichtig, nicht so viel auf andere Leute zu hören.

MC: Viele Frauen tendieren ja sowieso dazu, sich immer etwas schlechter darzustellen. Umso wichtiger ist Female Empowerment. Was bedeutet das für dich?

Ich glaube, für jede Frau bedeutet das unheimlich viel. Es gibt so viele tolle Frauen in der Musikbranche, in jeder Branche, in der Öffentlichkeit, Zuhause… Es ist einfach wichtig, dass man zusammenhält, dass man gemeinsam an einem Strang zieht, um noch mehr Quality zu schaffen – auch zwischen den Geschlechtern

MC: Bei Sloggi sind viele Frauen im Hintergrund. Wie wichtig ist dir das?

Ich finde das sehr wichtig und ich fand es sehr, sehr schön, als ich das Team kennengelernt habe, weil es natürlich um Frauen-Unterwäsche geht. Vor allem, wenn es darum geht, Dinge im Leben einer Frau zu erleichtern – und darum geht es ja bei Unterwäsche, die sowohl komfortabel als auch sexy ist. Da finde ich es schwierig, das von einem Mann verkörpern zu lassen. Deshalb ist es ganz, ganz schön für mich, dass so viele Frauen bei Sloggi sind.

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